Portugal 2015, Teil III (Porto)

Na? Spielpause in der EM, im Fersehen läuft eh nichts vernünftiges und Früher war eh alles besser? Stimmt auch (!) und deswegen gibt es jetzt den dritten und auch finalen Teil meiner letztjährigen Portugalexkursion.


 

Porto (zweitgrößte Stadt und frühere   Hauptstadt Portugals)

 

Was wusste ich im Vorhinein über Porto? Nichts! Außer das, was mir der sonntägliche RBB-Reisebericht so schmackhaft serviert hatte. Eine riesige Brücke die, die marode und gammelnde Stadt überspannt und das dort alle großen Portweindestillen ihr Tageswerk nachgehen. Das sah und klang für mich so interessant, dass ich da auch mal hin wollte. Mit großen Erwartungen und meiner Freundin im Schepptau ging es also nach Porto nachdem wir Halb-Portugal bereisten (Teil I & II).

 

Die Unterkunft war solala aber versprühte den Charakter Portos; ein wenig marode bis baufällig. Die Altstadt, die im gefühlten 90 Grad Winkel Richtung Fluss abfällt war jedoch eine wahre Augenweide. Ich denke, kaum eine andere Stadt Europas schafft es, dass man sich wieder ins Mittelalter zurück versetzt fühlt. Wir hatten tatsächlich das Gefühl in den engen, dunklen und modrigen Gassen in jedem Moment von einem Tempelritter oder son Scheiß  überfallen zu werden. (Wär bestimmt ein cooles Selfie geworden)

Worauf wollte ich hinaus? Weeß ick nich mehr. 

Zur Brücke: Das Herzstück Portos ist diese riesige 110 Meter hohe Brücke die den Rio Duoro und die Stadt überspannt. Der Ausblick ist wirklich der Wahnsinn und wenn man sich vorstellt, dass jährlich eine Handvoll Verrückter mit einem Schirm vom obersten Punkt in den Fluss herunter springen, kriegt man schon mal leichte Transpirationsausbrüche. Nur zu empfehlen, dort ein mal herüber zu spazieren oder runter zu springen!

Aber auch weil einem auf der anderen Uferseite sämtliche Portweindestillen Portugals erwarten.

Hier und da mal ein Gläschen Tawny muss schon drin sein.

Nach ein - zwei Gläschen wieder zurück über die besagte Brücke - kurz nach unten schauen und gute Nacht.   

 

Ich war und bin noch immer von Portugal begeistert, denn dieses besondere Gefühl ist einmalig. Es ist ein Lebensgefühl einer angenehmen Melancholie aber auch der Zuversicht. So, wie der Fado es griffig beschreibt; das Zurückdenken der heulenden Weiber an ihren Männern auf See und der Glaube, das sie zurückkommen oder zumindest der nächste Macker um die Ecke eilt.

 

Einleitung - Mitte - Schlussteil und Ende.

Ich wünsche euch viel Spaß, genügend Inspiration um raus zu gehen und haltet die Augen und Ohren steif.

 

Bis bald unter bekannter Adresse,

 

Euer Herwig