Portugal 2015, Teil I (Lissabon)

Óla Campañeiros,


worüber soll man eigentlich berichten wenn man gerade nicht am reisen ist und einen Reiseblog sein Eigen nennt? Ja, man könnte sicher die auswendig gelernten Fußballergebnisse zum Besten geben aber ich habe mich entschlossen einen Reiserückblicksbericht über unseren Portugalurlaub von 2015 zu schreiben.


Reisen und die Erfahrungen, die man macht, sind ja bekanntlich eine dufte Sache und nicht zu verachten ist die Nachhaltigkeit dieser Zeit.

Nachhaltigkeit soll das heutige Thema sein. Ja, ich weiss, klingt erst mal nach möhrennagenden Hippieshit aber was bleibt einen, nachdem man aus dem Low-Cost-Flieger in Schönefeld gestiegen ist?

Genug geschwafelt, jetzt kriegt ihr eine ordentliche Ladung Portugal.

 

Lissabon (Lisboa; Hauptstadt von Portugal)

 

Als 26 jähriger Jüngling mit einem ausgeprägten Bartwuchs stieg ich mit meiner bezaubernden Freundin händchenhaltend aus dem Flieger und bewunderte mit großen, leuchtenden Augen die ersten Palmen, die ich bis dahin gesehen hatte. Und das schon am Flughafen. Claire besorgte uns ein chices Appartement in Alfama, der Altstadt Lissabons und machten uns direkt über die landestypischen Nata-Pasteten, den Meeresfrüchten den sagenhaften Portwein und Espresso her. Vier Tage lang roch es in den engen Gassen Alfamas nach frisch gegrillten Sardellen, schwerer Fado lag uns in den Ohren und der Portwein im Schädel, denn das jährliche Sardellenfest war im Gange. Das Frühstücksritual hieß: "Baby, lass uns einen Kaffee und ne Nata holen!" Die kleine Eckbäckerei kannte uns schon nach kurzer Zeit und begrüßte uns; den Typen der mit viel Haar im Gesicht versucht portugiesisch zu sprechen und seine hübsche Freundin, die ohne Ohren im Kreis lächeln würde, mit frischen Espresso und Backwaren. Nach jeder dieser morgendlichen Glucose-Exessen machten wir worauf wir gerade Lust hatten; ob Ozeanium, Sightseeing, Kultur, noch-mehr-futtern, versuchen in einer dieser gelben Straßenbahnen zu springen, Shoppen oder Nichtstun. Die Sonne brannte immer bis zum Abendessen auf uns hinab und verabschiedete sich rot-leuchtend wie unsere Schultern im Meer des Atlantiks. Nach vier Tagen ging es auch schon weiter Richtung Porto über den kleinen und seltsamen Badeort Figuera da Foz.

 

Mehr zu Figuera und Porto gibt's bei der nächsten zurück-nach-Portugal-mit-Herwig-und-Claire-Sonderedition.

 

Habt viel Spaß und bis bald,

 

euer Herwiño Lopez