Stung Treng (TAG 36)

Suasday! (das war: Khmer)

 

Die heutigen Lach-und Sachgeschichten werden euch aus dem fernen Königreich Kambodscha präsentiert.

Alles war gut geplant und vorbereitet; das Bestechungsgeld wurde gebügelt, das Gebet des Gastvaters (Crazy Papa) wurde gesprochen, die Haare waren gekämmt also auf ins Land der Khmer. Tapfer hab ich mich gegen den bösen und habgierigen Reiseveranstalter geschlagen und mir somit keine extra Dollar fürs Visum und leere Versprechungen abziehen lassen. An der Grenzkontrolle wurden mir die ersten zwei Dollar aus der Tasche gezogen um Laos wieder verlassen zu können und 30$ fürs Kambodschavisum plus 5$ für die Barmherzigkeit des Beamten. Danke für nichts Kumpel! Meine dreckigen und blasengeplagten Füße marschierten Richtung Zollausgang und dort weckte ein Pavillon des Pasteur-Instituts von Kambodscha meine Aufmerksamkeit. Dieses einfache Zelt bestückt mit Malaria-Schnelltesten screent die Neuankömmlinge auf Malaria. Umsonst, Freiwillig und Anonym. Hätte ich nicht meine letzten paar Dollar an korrupte Zollbeamte abdrücken müssen, hätte ich sie diesen Angestellten zugesteckt.
Neugierig und forsch wie ich halt bin machte ich einen Test mit, beantworte brav den Fragenkatalog, tauschten uns aus wie hier die gängige Methode aussieht Malaria nachzuweisen und zu guter Letzt; abwarten. Mir wurde erklärt, dass 10 von 100 Leuten die die Grenze passieren würden und sich auch tatsächlich testen ließen als Malaria-Positiv entdeckt würden. Kann ich zwar nicht beurteilen aber finde die Zahl trotzdem unrealistisch...

 

Fünfzehn Minuten später: Kein Malaria!

 

Cool, dann kann es ja weiter gehen.
Ab in den geliebten Bus und weiter nach Stung Treng. Das knallharte Kontrastprogramm erwartete mich erneut. Vom Mangrovenparadies direkt ins arme und staubige Ende von Kambodscha. Und rein in eine schäbige Unterkunft mit einer Dusche -  ohne Abfluss. Erwähnenswertes ist die große Hauptstraße, die Kambodscha mit Laos verbindet und die Tatsache, dass es ebenso viele Streuner (Hunde! keine Backpacker) wie einheimische Autofahrer auf dieser Straße unterwegs sind, die auch schon mal angefahren werden. Sieht echt nicht schön aus...

Nun. Ich hab mich mit reichlich US-Dollar eingedeckt und fahre morgen schon weiter nach Kratie. Pluspunkt an die lieben Khmer; ihr Essen ist seit langem das Beste was mir untergekommen ist. Hier wird nicht so pervers scharf gegessen und zudem frischer. Yes Baby!

 

Euch wünsche ich wie immer nur das Beste. Grüße gehen raus an die deutschen Dudes die ich in der Früh verabschieden musste. 

 

Euer Geschichtenonkel,

 

Herwig.