Siem Reap (TAG 49)

 Pipapo, BumBum und H2O.

 

Auf nach Siem Reap, zum Angkor Wat und zum Tonle Sap See.
Zum Ausschlafen blieb keine Zeit. Instantkaffee und ne Rolle Oreokekse gaben mir genug Schub um aus dem Hostelbett direkt in den Bus nach Siem Reap zu springen. Das alles erinnerte mich unweigerlich an den morgendlichen Weg zur Arbeit der letzten Jahre.
Grüße an das Laborteam, und Sorry für das gelegentliche Verschlafen...

 

Wer oder wat ist Angkor Wat, Siem Reap oder dieser See? Und warum sollte euch das interessieren? Auf die ersten Fragen kann ich Antworten geben, mit der letzten müsst ihr euch persönlich befassen. Nennen wir es Hausaufgabe, die ihr im unteren Kommentarfeld eintragen dürft. Abgabepflicht besteht ausnahmsweise nicht.

 

*Angkor (zu deutsch: Stadt) und eine Reihe anderer benachbarter Städte waren zu Zeiten des Königreiches der Khmer (Kambuja) die Hauptstädte. Jeder König hat sich in seiner Amtsperiode einfach eine neue Hauptstadt mit Tempel und allem Pipapo gegönnt. Angkor Wat ist einer dieser Tempelanlagen nur mit dem feinen Unterschied, dass es die größte der Welt ist. Aber nicht nur Könige und Touris haben sich in der Geschichte Kambodschas die Region Angkor unter den Nagel gerissen, nein auch die Könige Siams, Thais, Laoten und Franzosen haben es sich schon immer gern unter der breitgrinsenden Sonne über Kampuchea gut gehen lassen.

 

*Siem Reap ist eine, nur wenige Kilometer entfernte Stadt dieser 200 Quadratkilometermeter großen Tempelanlagen und dient Touris eigentlich nur als Schlafplatz. Wenn man schlafen möchte. Tagsüber kann man durch eine penibel-gesäuberten Innenstadt laufen und vergessen dass man in Kambodscha ist und Abends kann man seinen Gelüsten nachgehen. Saufen, Feiern, sich die Birne mit Drogen voll stopfen oder BumBum mit Männern, Frauen oder Mannfrauen haben. Solche Gelüste hege ich nicht, lieber schreibe ich wie ein braver Streber diese Niederschrift darüber. Morgen vielleicht.

 

*Wirklich interessant finde ich aber eigentlich den Tonle Sap See. Der ist nur zehn Kilometer von Siem Reap entfernt und ist der größte See in Südostasien. Wie eine gut geölte Wasserpumpe speist der See in der Trockenzeit den Mekong mit ausreichend Wasser und im Gegenzug bringt der Mekong in der Regenzeit so viel Wasser mit sich, dass der See um sein vierfaches anschwillt. In diesem frischen Aufguss steckt nicht nur jede Menge H2O sondern auch Tonnen von Fisch. Da freuen sich die Uferbewohner, egal ob animalischer oder humaner Natur, auch die Reisfelder werden dann endlich mit Frischwassser überschwemmt und gedüngt. Vor Freude wird schon mal der Grill angeschmissen und eine fette Party gefeiert.
Dieses Spektakel dauert von Juni bis Oktober an, dann setzt wieder die Trockenzeit ein.

 

Aber mir war das heute alles ziemlich egal. Nach der wirklich guten (!) aber langen Busfahrt wollte ich einfach nur im Skatepark abhängen und ein wenig filmen. Nach meinen gestrigen Recherchen konnte ich einen in Siem Reap ausfindig machen. Tatsächlich gab es den auch noch und dort hab ich mit einem und den einzigen Rollbrettler von Siem Reap gequatscht, gefilmt und gelacht.
Ab jetzt lass ich mir wieder Zeit mit meiner Durchreise, denn eigentlich bin ich schon fast am Ende meiner gesteckten Route angekommen.

 

Was ich morgen so anstelle weiss ich an dieser Stelle noch nicht aber ich werds euch wissen lassen. Macht aus euren tüchtigen Dienstag bald einen tatenlosen.

 

Euer Herwig.