Phnom Penh (TAG 48)

Keep rollin' in Cambo.
Ich brauch nen Kaffee flüsterte mir meine innere Stimme zu, als der Wecker in der Früh sein Tageswerk zum Besten gab. Indem ich die Snooze-Taste drückte bat ich sogar noch um eine Zugabe.
Meine Planänderung um doch noch nach Siem Reap zu kommen hab ich ein zweites Mal über den Haufen geworfen. Neue Taktik: erst zurück nach Phnom Penh und noch ein mal einen Tag dort verbringen, morgen dann weiter nach Siem Reap. 

Vorab hab ich mich schlau gemacht was es noch interessantes in Phnom Penh zu sehen gäbe und wurde fündig auf der Website von 》Skateistan.《 Diese Gemeinnützige Organisation mit Sitz in Berlin und New York, baute einst den ersten Skatepark in Afghanistan auf und nun auch den ersten in Kambodscha sowie in Südafrika. Allerdings kriegte ich den genauen Standort des Skateparks auf die schnelle nicht heraus, nur dass er irgendwo am Russischen Marktplatz sein soll.
Nach fünf Stunden rumgetucker in der rostroten Pampa inklusiver herzzerreißender 》Khmer-Karaoke 《 war ich also wieder mal in der Hauptstadt. Dass ich diese Stadt mag sollte ja längst bekannt sein und so bewegte ich mich zielstrebig zum Hostel meines Vertrauens. Dort wurde ich mit einem herzlichen Welcome back my friend! begrüßt und die Zimmerformalitäten wurden ausgefüllt.
Es folgte der Übergang zum Tagesordnungspunkt Skatepark finden. Also hab ich mich vom Tuk-Tuk-Typen am Russischen Markt rausschmeißen lassen und irrte eine Stunde in allen Himmelsrichtungen herum. Mein Plan war es einfach jeden anzulabern der irgendwie in die Kategorie Skaterboarder passt; Fehlanzeige. Plan B; laber jeden voll der zumindest Englisch spricht und weiss was ein Skateboard ist: Trefferquote 5% (1 von 20 Gefragten) Plan C; laber Europäer voll die hier arbeiten und vielleicht etwas darüber wissen: Volltreffer! Ein Engländer der in einem Café arbeitet wusste über Skateistan bescheid. Leider nur Vage aber es war zumindest ein Anfang. Er fragte sein Kumpel übers Handy und konnten zumindest einen Bereich eingrenzen. Es klang alles wie eines der bestgehütesten Geheimnisse von Phnom Penh - und das blieb es auch. Ich konnte den Park nicht ausfindig machen, was mich ziemlich frustriert hat aber so ist das manchmal bei der Forschung. Später habe ich erfahren, dass es die Absicht der Organisation sei den Ort geheim zu halten. Wieso erschließt sich mir noch nicht aber es wird sicher einen guten Grund dafür geben.
Morgen geht's weiter nach Siem Reap, ich bin mir sicher, dass es dort auch noch einiges zu entdecken geben wird - Keep on rollin' baby!
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und viel Spaß wünsche ich euch mit dem khmer'schen Ohrenschmaus. Wer es schafft bis zum Ende durchzuhören kriegt von mir eine zweistündige Gratis-DVD der beliebtesten Khmer-Karaoke-Songs der 90s.
Euer Herwig