Luang Prabang (TAG 24)

Guten Tag auf laotisch!

 

Nach vierundzwanzig Tagen hab ich nun endlich einen Platz gefunden an dem ich mir gut vorstellen kann, mich länger hängen zu lassen. Das Fleckchen im Monsumwald heisst Luang Prabang und ist eine hübsche Halbinsel umgeben vom Mekong und dessen Nebenfluss Nom Kham. Hier ist eigentlich nicht besonders viel los dafür aber unsagbar bequem und friedlich. Meine mittlerweile vier Mitmüßiggänger (der Schotte Graham hat sich noch dazu gesellt) gammeln am Fluss ab wie die Mekong-Heringe in der Mittagssonne. 

Der Trip gestern hat uns allen viel abverlangt, körperlich wie geistig. Liegend in einem Bus, der von einem speedsüchtigen Fahrer über Holperpisten geführt wird ist nicht die angenehmste Weise zu reisen. In den Zwischenstopps die zum essen einladen sollten, konnte uns niemand so richtig erklären was wir da eigentlich serviert bekamen. Muuuuh oder Nak Nak? 

Als Dvane eindeutig eine geschmorte Rattenkralle auf seinem Teller ausfindig machen konnte, hatte ich irgendwie kein richtigen Appetit mehr auf mein gedörrtes Was-auch-immer am Spieß. 

Dafür fühlt sich Luang Prabang wie eine Belohnung nach all den Trips und manchen Unannehmlichkeiten der letzten Wochen an.

 

Zu Laos: Es ist definitiv nicht Thailand!

In der Volksrepublik werden drei Sprachen gesprochen, davon ist Laotisch die Amtssprache und außerdem gehört auch französisch immer noch zum Guten Ton. Die Franzosen kolonisierten Laos (und Kambodscha) einst um nördlich des Mekongs Handel zu treiben und den Engländern in Thailand parolie zu bieten. 

Im Gegensatz zu Thailand gibt es in Laos keine mitwirkende Monarchie. Somit muss hier auch niemand einen König anhimmeln oder fürchten.

Neun Zehntel des Landes ist von Monsum- bis Regenwald überzogen.

Das Essen ist in den touristischen Gebieten dem westlichen Gaumen angepasst - auf dem Land dagegen...sagen wir mal...weniger angepasst. Man isst halt was übers Grundstück rennt.

 

Morgen planen wir einen Tagesausflug zu einem Wasserfall und der Buddahhöhle und versuchen zur Abwechslung uns dabei nicht verarschen zu lassen.

bis dahin, lasst es euch schmecken,

 

euer Herwig