Koh Tao (TAG 5)

Hola!

 

Tag 5 ist nun schon fast hinter uns gebracht, es ist 23.15 und fasse nun mit müden Fingern die letzten Eindrücke zusammen.

 

 Letzte Nacht hab ich den Inselort noch auf eigener Faust erkundet und musste ernüchternd feststellen dass es außer besoffenen Engländern abends nicht mehr viel zu sehen gibt. Kam mir vor wie in Friedrichshain mit Palmen, was an sich ok ist aber nicht wirklich das was ich mir erhofft habe.

 

Ich wollte diesen Eintrag heute mal den einheimischen- bzw. den Wanderarbeitern (meist Myanmar) widmen. Da unser Hostel an den Arbeiterslums der Insel gelegen ist und nun selbst sehen kann wie und wann die Angestellten in ihren Blechhütten nach den Partys zurückkehren.

Natürlich mache ich mir Gedanken wie ich als Fremder den Tourismus beeinflusse. Tagsüber kommt es mir vor als flaniere ich als Kolonialherr durch die Insel, fahre mit Moped von Strand zu Strand und abends predige ich ein respektvollen Umgang mit unseren Mitmenschen. (...)

 

Die Wochen werden zeigen wie ich mich als Fremder am besten mit der Lage arrangieren kann.

Auf die Frage hin, die ich gut gelaunt einem Kellner in einem Strandclub gestellt habe, wie er seine arbeit mit solch einem Ausblick findet - wurden seine Augen glasig und antworte knapp "its shit!". 

Der Smalltalkversuch ging also erst mal schön in die Hose aber öffnete mir die Augen; so Tutti ist also doch nicht alles.

Wir verbringen hier noch 2 Tage und machen uns dann auf nach Koh Lanta im Indischen Ozean.

 

P.s. Wir haben hier unverschämt viel Spaß und ein Previleg das wir überhaupt reisen können, das wissen wir. Nur finde ich, etwas Ernsthaftigkeit schadet ab und an auch nicht.

 

So dann wünsch ich uns allen einen schönen Restsonntag.

 

Herwig