Kampot (TAG 45)

Breakfast in Cambodia.
Frühstück
Wie gestern bereits angekündigt fuhr ich mit meinem Frisösinflitzer, noch bevor der Gockelhahn kapiert hat dass die Sonne aufgefangen ist, zum Badeort Kep. Ein Frühstück unter den Dächern französischer Kolonialvillen am Golf von Thailand zu sich zu nehmen hat schon was. Klingt jedenfalls so. Der Ort war recht hübsch, das Frühstück Solala - wie der Franzose sagt, für den Ausblick aber hat sich die Fahrt wahrlich gelohnt. Die Terasse gehörte mir allein, denn außer den Khmers war noch niemand bereit das Bett zu verlassen.
Als ich anschließend noch eine Runde durch die Ortschaft drehte, entdeckte ich den morgendlichen Fischmarkt. Ab jetzt hat sich die Fahrt doppelt gelohnt! Ein bunter Haufen Pavillons mit (noch) lebenden Meeresbewohnern, ein Komiker gab sein Können zum Besten (Leute haben gelacht also scheint er Komiker gewesen zu sein) und rauchende Kohle um das Khmer'sche Frühstück zu garen. Wie besessen hielt ich alles mit Handy fest und die andere freie Hand war bereits bestückt mit frischgegrillten Tintenfischspießen. Ich sah zu wie die Damen Tintenfische entnahmen, wie Langusten aus den Ozean gezogen wurden und wie Krebse lebensbejahend meinen Weg kreuzten.
Ein Frühstück in Kambodscha.
 
Mittag
Olle Östrogenia hab ich am Mittag abgegeben.
Wir bleiben in Kontakt, OK?!
Ein neues Hostelzimmer musste noch besorgt werden. Nachdem ich heutemorgen 3.00 Uhr Ortszeit drei besoffene Spanier angebrüllt habe, dass sie endlich Still sein mögen (shut the fuck up!) und aufhören sollen die Türen zu zu schmeißen (don't hit the fucking doors!), hatte ich kein Bock mehr noch für eine weitere Nacht zu zahlen. Aber auch weil der nächste Bus nach Koh Kong erst morgenfrüh wieder abfährt um dann wieder alles einzusammeln was verirrt am Wegesrand rumlungert.
Als ich gegen Mittag in einem Kaffee rumlungerte traf ich wieder auf Olga und entschied mich spontan sie zur Pfefferfarm zu begleiten. Dort zeigte man uns wie höchst motivierte Mitarbeiterinnen täglich Pfefferkörner in Kategorie 1 & 2 sortieren. (siehe Bildanhang) Sollte sich noch ein mal jemand wünschen ich solle mich da hin scheren wo der Pfeffer wächst. Gern! Ausserdem könnte ich auch in diesem Fall ausführlich erklären wo-, wann- und wie er genau wächst. Welche Farben erhältlich sind, zu welchem Kilopreis und unter welchen ökonomischen Bedingungen. Sehr interessante Thematik. http://www.farmlink-cambodia.com/
 
Abendbrot
Am Abend wird noch ein DJ in einer Bar auflegen, bin schon gespannt was mich da erwarten wird und hoffe dass auch er im Jahr 2016 angekommen ist und die Neunzigerjahretechno-MP3s im Privatordner seines Apfelcomputers belässt.
An dieser Stelle wünsche ich euch das langersehnte Wochenende herbei. Morgen kommt mein Beitrag zur Gesellschaft aus Koh Kong und wünsche euch damit viel Lesefreude.
Herwig.