Chiang Mai (TAG 19)

Sehr geehrte/r Buchstabeninterpreteur/in,

 

meine Füße und Gedanken betraten Gesternabend Chiangmai'schen Boden. Nach einem reibungslosen Einstundenflug von Bangkok aus (inklusive Amifamilie mit nervtötenden Glutamatgören im Nacken) hieß es zunächst Hostelbett finden! Einige Feilschversuche (vergebens) später saß ich im Taxi Richtung 339Hostel. Ab in die Falle und herausfinden, wo ich mich eigentlich hab hinfliegen lassen.

 

Am Morgen einen Instantkaffee zur täglichen Abhärtung, Fahrrad gemietet und ab in die Millionenjahre (mindestens) alte Tempelstadt. Wie immer alles Postkartenreif. Berge, Tempel, Mönche, Flora & Fauna - einfach ein Traum. Allerdings scheinen die irdischen Vertreter Buddhas chronisch Klamm zu sein. In einem Tempel werden nebenbei Staubsauger verkauft, in einem anderem wieder Antiagingcremes. Was ein Mönch den ganzen Tag so treibt - und was nicht, werd ich für uns die Tage in Erfahrung bringen. Denn hier darf man Mönchen die Fragen stellen die einem unter den Nägeln brennen - so bringen sich die Kerle in orange nämlich englisch bei. 

 

Bevor es das erste mal zu regnen begann fand ich ein nettes Café mit Luxuspostkarten. Nun schreib ich digital und analog. Wer hätte gedacht, dass ich jemals das Schreiben erlerne. Beim zweiten Wolkenriss wurde grad der Nachtmarkt aufgebaut und beim dritten hab ich Zuflucht in einer Bar gefunden. Prost.

 

Montag werd ich Tickets nach Laos besorgen und dann entscheiden wie lange ich noch hier bleibe. Man muss sich vor's Versacken hüten! 

Sonst nämlich wird man zu einem kiffenden Hippie mit Dreads und so - und auf Dreadlocks hab ich kein Bock. :)

 

Habt einen schönen Sonntag und macht Schneeengel für mich mit.

 

Herwig.